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 Bern – Für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels braucht es zwingend den Bau einer zweiten Röhre. Eine Rollende Landstrasse zwischen Altdorf und Biasca zielt hingegen vollkommen an den Realitäten der heutigen Logistik vorbei. Die Idee kann von der Alpeninitiative noch so oft wiederholt werden, sie ist nicht mehr als eine Illusion auf dem Reissbrett von Märklin-Fetischisten. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG fordert deshalb den Bundesrat erneut zum raschen Handeln auf. Notwendig ist ein praxistaugliches Sanierungskonzept ohne unzumutbare Tunnelsperrungen.
Die zwischen 2020 und 2025 erforderliche Sanierung des Gotthard-Strassentunnels ist ohne den Bau einer zweiten Röhre nicht möglich. Alle anderen Ideen, die eine Totalsperrung vorsehen, sind realitätsfremd, wirtschaftsschädlich und nicht praxistauglich. «Wirtschaft und Bevölkerung sind zwingend auf einen sicheren, leistungsfähigen Tunnel angewiesen, der jederzeit ohne Einschränkungen genutzt werden kann», betont Adrian Amstutz, Zentralpräsident des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG. Zu einem Fiasko käme es insbesondere mit der Einrichtung einer Rollenden Landstrasse (Kurz-Rola) zwischen Altdorf und Biasca, wie es die Alpeninitiative an ihrer heutigen Medienkonferenz abermals vorgeschlagen hat. Moderne Logistik verläuft nicht nach Fahrplan. Entscheidend sind vielmehr die oft kurzfristigen Bedürfnisse von Wirtschaft und Bevölkerung. Mit einer Rola könnte das Verkehrsaufkommen deshalb in keinster Weise bewältigt werden. Flexibilität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit wären viel zu gering. Zudem fehlt es auch an Kapazitäten, selbst nach Eröffnung des neuen NEATBasistunnels. «Das ganze Konzept ist und bleibt eine Illusion», hält Adrian Amstutz fest. «Wir wollen keine Märklin-Planspiele, sondern tragfähige, klare Lösungen.»
Sanierung nur mit 2. Röhre! Die ASTAG fordert deshalb erneut, dass der Bundesrat unverzüglich den Bau einer zweiten Röhre ernsthaft prüft. Auch während der Sanierung muss garantiert sein, dass der Gotthard permanent auf zwei Spuren offenbleibt. «Vor allem für den Binnenverkehr brauche es eine reibungslose, wintersichere Verbindung zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz, so Amstutz. «Ansonsten drohen massive wirtschaftliche Schäden.» Zudem geht es auch und vor allem um Sicherheit, wie ASTAG-Direktor Michael Gehrken hervorhebt: «Mit einer zweiten Röhre und richtungsgetrennter Verkehrsführung könnte das Unfallrisiko erheblich vermindert werden.» Die zuständigen Behörden sind deshalb aufgefordert, umgehend ein klares, praxistaugliches Sanierungskonzept ohne Tunnelsperrungen vorzulegen.
Weitere Informationen: ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband Michael Gehrken 079 613 75 64
Bern, 15. Februar 2011 |
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